AiM (Anatomy in Motion)

Das Flow-Motion-Model von Gary Ward beschreibt sieben Phasen innerhalb unseres menschlichen Gangs. Während nur eines Schrittes haben wir Zugang zu allen uns zur Verfügung stehenden Bewegungen - Flexion (Beugung), Extension (Streckung) und Rotation (Drehung) - in allen drei Bewegungsachsen (sagittal, frontal und transversal), in jedem Gelenk, von Kopf bis Fuß. Können wir auf diese Bewegungen nicht mehr "zugreifen", entsteht kein Flow - und unser Körper kompensiert die fehlende Beweglichkeit eines Körperbereichs (z.B. der Füße) mit einem anderen Körperbereich (z.B. dem Nacken).

AiM ("Anatomie in Bewegung") gibt uns die Möglichkeit, unseren Körper und sein Bewegungspotential in Echtzeit zu analysieren und zu verändern. Fehlende Bereiche werden re-integriert durch Propriozeption (dreidimensionale Selbstwahrnehmung) und anatomisch präzise Bewegung.

Die Bewegungsfunktionalität und Knochenstellung unserer Füße nimmt dabei einen besonderen Raum ein, denn unsere Füße sind im Zuge der Veränderung unserer Welt in der Regel verkümmert und dysfunktional. Von orthopädischen Einlagen und Schuhwerk wird abgeraten, da diese das Problem nicht lösen und die Füße noch mehr in ihrer natürlichen Bewegung beschränken. Das wäre in etwa so, als würde man dauerhaft eine Halskrause tragen - es ist einfach nicht natürlich. Stattdessen benutzen wir spezielle Fußkeile, die gezielt eingesetzt werden, um die Biomechanik des Fußes wiederherzustellen.

Somit erfolgt die Therapie durch spezielle 3D-Übungen, die unserem Körper die verlorene Bewegung wieder zugänglich machen. Durch eine minimal nötige Wiederholungszahl eignen sich die Übungen gut dafür, in den Alltag integriert zu werden. Qualität geht vor Quantität.

Veränderungen der Körperstatik und Bewegungsfreiheit können durch den PMFS (Poor Man´s Foot Scan) dokumentiert und sichtbar gemacht werden. Auch Fußdruckmessungen vom Orthopäden sind eine schöne Möglichkeit, Veränderungen am eigenen Körper sichtbar nachvollziehbar zu machen.